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Lucky Punch am Lötschenpass

Lucky Punch am Lötschenpass

Da es uns letztes Jahr so gut gefallen hat und die Hütte schneesicher auf 2690 Meter liegt, verabredeten wir uns lose für Ende Februar, Anfang März. Think Pow, Fab02 und meine Wenigkeit. Digga wollte sich uns anschließen und Hannesss bekam von mir kurzentschlossen noch eine Einladung. Ich denke, ich spreche auch für den Rest der Gruppe, ein Glücksfall einen so starken und erfahrenen FreeriderTourengeher in der Gruppe zu haben.
Ich reservierte telefonisch für uns bei Andrea der Hüttenwartin. Bei Ausfällen sollten wir rechtzeitig Info geben. Dann meldete sich Think Pow, der bereits angeschlagen war, dass er einen Kreuzbandanriss hat und nicht mitgehen kann. So ein Mist. Wie kommt Fab02 dann nach Wiler, der im Augenblick keinen fahrbaren Untersatz hat, fragte ich mich. Aber er hat ein Talent solche Situationen zu meistern. Deshalb keine große Sorgen. Drei Tage vor Abreise dann seine Hiobsbotschaft. Fersenbruch. Auch erledigt.
Nun waren wir nur noch zu viert. Am Freitag früh gabelte ich Hannesss auf und Digga nahm den Freund von Fab02 mit.
Hannesss und ich waren gegen 9.30 Uhr vor Ort und parkten in Ferden. Jetzt erst mal anziehen und mit dem Bus nach Wiler. Ferden ist der Endpunkt der Freerideabfahrt von der Lötschenpasshütte. Somit hätten wir ein Auto in Ferden und eins in Wiler gehabt, wo die Gondel war.
Irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl etwas vergessen zu haben. Als ich mich fertig machen wollte, merkte ich voller Entsetzen, dass ich meine Skischuhe vergessen hatte. Peinlich, dachte ich.
Hoffentlich haben die oben auf der Lauchernalp im Sportgeschäft Pin-Schuhe, sonst wären auch noch Ski zum Ausleihen fällig gewesen.
Sie hatten welche, aber alles drei Paare eine Nummer zu groß. Ich entschied mich für den Scott Cosmos II. Hannesss machte in der Zwischenzeit ein paar Abfahrten. Die Mitarbeiter des Shops machten noch neue Sohlen in die Schuhe, versuchten damit, die Schuhe etwas enger zu machen. Was auch tatsächlich gelang. Ihre schweizerische Gelassenheit übertrug sich immer mehr auf mich und ich wurde auch ruhiger und ärgerte mich nicht mehr so sehr.
Nach kurzer Wartezeit traf der Rest dann ein. Nach dreimal liften wurde die Felle ausgepackt für den kurzen Hike ums Hockenhorn.

Lucky Punch am Lötschenpass

Mist wieder Nebel. Es war doch Sonne angesagt. Zum Glück nicht so dick wie im letzten Jahr, als wir drei Stunden die Hütte suchen mussten.
15 Minuten später waren wir Vorort. Wir nahmen die überflüssigen Sachen aus dem Rucksack, tranken einen Kaffee und begaben uns zurück in Skigebiet um die Schneelage zu ergründen. Keine guten Verhältnisse. Überall ein Deckel drauf oder zu zerfahren.
Richtig Spaß machte es uns nicht.
Irgendwann ging es zurück zur Hütte und wir genossen den Ausblick.

Lucky Punch am Lötschenpass

Man zeigte uns unser Zimmer, zogen uns um und richteten uns ein. Bei einem kühlen Blonden lernten wir uns dann alle ein wenig näher kennen und überlegten, was morgen gemacht werden soll.
Zum Abendessen gab es eine Gemüsesuppe, Ossobuco, was vor allem Hannesss Augen leuchten ließen und danach noch Kuchen und einen Kaffee fertig.
Am nächsten Morgen ging es dann auf die Gitzigurggu. Am Vortag war ein anderer Gast der Hütte bereits oben und meinte, die Verhältnisse seien gut. Wir stiegen hoch. Beim Abfahren wurden die Schwünge sehr kurz, denn man erkannte nichts mehr. Als Schönwetterfahrer stieg ich bei der Hütte aus, der Rest führ weiter nach Ferden runter.

Beim Abendessen dachten wir alle an den nächsten Tag. Hoffentlich sehen wir was morgen. Lasst uns das bloß alles aufessen. Auf Meteoblue wurde ein kleines Zeitfenster mit Sonne für den nächsten Vormittag angezeigt. Das ließ uns hoffen. Gespannt ging wir ins Bett.
Als um 5.35 Uhr „versehentlich“ der Wecker klingelte und sich keiner dafür verantwortlich fühlte, ließ sich noch nicht erkennen, wie es an diesem Tag werden sollte. Also nochmal schlafen, als der Schuldige endlich merkte, dass es sein Wecker war.
Ich kann ins Tal schauen, jetzt wussten wir das Wetter war besser. Es hatte aufgehört zu schneien und der Himmel war klar. Wir standen auf, putzten die Zähne und gingen Frühstücken. Die Sonne tauchte tatsächlich auf.

 

Lucky Punch am Lötschenpass

Die Freude war groß, denn es hatte ca. 25 cm geschneit. Kasalla sagte Digga und wir mussten an die verletzten Jungs denken. Hannesss stieg mit den beiden Jungs nochmal die Gitzifurggu hoch, ich wollte noch ein paar Bilder machen, an diesem sagenhaften Morgen. Mit so viel Glück hatten wir nicht gerechnet. 

Lucky Punch am Lötschenpass
Lucky Punch am Lötschenpass
Lucky Punch am Lötschenpass
Lucky Punch am Lötschenpass
Lucky Punch am Lötschenpass
Lucky Punch am Lötschenpass
Lucky Punch am Lötschenpass
Lucky Punch am Lötschenpass

Bis ins Tal gab es genügend Neuschnee. Eine geile Abfahrt war das und sie entschädigte uns für die anderthalb schlechten Tage zuvor. Lucky Punch eben.
Bis ins nächste Jahr, vielleicht auf einer anderen Hütte.